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Häufige Fragen

Unsere Landschaft ist wunderbar ungebändigt, wildes Wasser und steiler Fels. Das Ennstal bildet im Gesäuse eine der eindrucksvollsten Schluchten der Ostalpen mit hoch aufragenden Felswänden. Diese akzentuierte Topografie und geografische Lage bringen eine große Artenvielfalt mit sich. Nirgendwo in Österreich gibt es mehr endemische Arten.

Wir sind ein Nationalpark nach IUCN II (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources; Weltnaturschutzunion), d.h. Hauptaufgabe ist die freie Entwicklung der Natur (Wildnis). In die Lebensräume der Tiere und Pflanzen darf möglichst nicht eingegriffen werden, Waldnutzung, Schotterabbau und dergleichen sind verboten. Eine Ausnahme besteht für die Almwirtschaft.

Richtig erleben lässt sich der Nationalpark Gesäuse zu Fuß oder per Raft auf der Enns. Besucherzentren gibt es beim Weidendom und in Gstatterboden. Genießen Sie unsere Themenwege, wandern Sie auf den zahlreichen markierten Wegen oder nehmen Sie an einer Führung teil. Touren gibt es für alle Anforderungen, vom barrierefreien Spazierweg bis zur schwierigsten Klettertour. Am ergiebigsten tauchen Sie ein, wenn Sie individuell eine Nationalpark-Ranger*in als Guide buchen.

Als Besucher*in stehen Sie ständig „unter Beobachtung“ durch die vielen tierischen Bewohner des Nationalpark Gesäuse. Wenn Sie als Besucher*in vorsichtig und aufmerksam sind, haben Sie gute Chancen, den einen oder anderen Ihrer „Beobachter“ auch selbst zu sehen. Häufig zu beobachten sind eine Vielzahl an Schmetterlingen, Weberknechten und Wasserlebewesen. Spechte und andere Vögel, besonders auch Steinadler, die zu den ständigen Bewohnern im Gesäuse gehören, können ebenfalls häufig erblickt werden. Von den Säugetieren treffen Sie im Gebirge mit großer Wahrscheinlichkeit auf Gams, für die Begegnung mit einem Hirsch oder Murmeltier braucht es schon etwas mehr Glück. Der Anblick sehr seltener Tiere, wie dem gut getarnten Luchs ist reine Glückssache und sehr wenigen Menschen vorbehalten. Die Nationalparkverwaltung bietet Führungen zu ausgesuchten Tierarten an, die Sie normalerweise nicht zu Gesicht bekommen, wie dem Auerhahn.

Wichtigstes Gebot: verhalten Sie sich respektvoll und wertschätzend! Es bestehen auch Verbote, wie Campieren, Feuer machen, Parken abseits der Parkplätze, Hunde frei laufen lassen oder Starten/Landen von Drohnen und die Begehung von Höhlen. Selbstverständlich ist das Beschädigen oder Mitnehmen von Pflanzen sowie die Störung von Tieren verboten. Was im Einzelnen sonst verboten oder nicht gerne gesehen ist, finden Sie bei der Beschreibung der einzelnen Aktivitäten unter „Nationalpark erleben“.

Grundsätzlich gilt auch im Nationalpark Gesäuse die freie Betretbarkeit des Waldes und des Berglandes. Wir ersuchen Sie aber zum Schutz der Tierwelt auf den markierten Wegen zu bleiben.
Beachten Sie bitte das strenge Betretungsverbot der Uferbereiche an Enns und Johnsbach (Ausnahme: extra gekennzeichnete Bereiche) und die ausgewiesenen Ruhezonen im Winter.

Die Grenzen sind in den diversen Wanderkarten eingezeichnet und auch im Geoinformationssystem des Landes Steiermark zu finden. In der Natur ist die Nationalparkgrenze an allen Zugängen (Straßen und Wege) beschildert.

Aus dem Tierreich drohen keine besonderen Gefahren. Große Beutegreifer, wie Steinadler oder Luchs greifen Menschen nicht an. Aufpassen sollten Sie auf Kreuzottern. Diese Schlangen sind im Gebirge oft anzutreffen, sie sind giftig aber nicht aggressiv. Vor allem abseits der Wege im Gebüsch kommen Zecken vor, die Krankheiten wie Enzephalitis oder Borreliose übertragen können.
Sehr ernst zu nehmen sind die Gefahren des Gebirges wie Lawinen, Steinschlag oder Nebel, der die Orientierung erschwert. Mit raschen Wetterumschwüngen und Unwettern ist zu rechnen. Beachten Sie, dass Sie in alpinem Gelände unterwegs sind, die meisten Wege Trittsicherheit erfordern und sowohl in freiem Gelände, als auch an den schwierigeren Wanderwegen teilweise Absturzgefährdung besteht.
Eine besondere Gefahr geht von den Bäumen aus. Im Nationalpark Gesäuse ist der Wald seiner natürlichen Entwicklung überlassen, morsche Äste und abgestorbene Bäume gehören dazu. Meiden Sie die Nähe dieser Bäume und vor allem jeden Aufenthalt im Wald oder unter Bäumen bei starkem Wind oder Sturm!

Der überwiegende Flächenanteil gehört dem Land Steiermark, ein kleiner Teil ist Privateigentum und wird von der Eigentümerfamilie zur Verfügung gestellt. Verwaltet wird der Nationalpark Gesäuse von der Nationalpark Gesäuse GmbH, die je zur Hälfte der Republik Österreich und dem Bundesland Steiermark gehört.