{"id":16538,"date":"2024-07-15T10:57:38","date_gmt":"2024-07-15T08:57:38","guid":{"rendered":"https:\/\/nationalpark-gesaeuse.at\/?post_type=news&#038;p=16538"},"modified":"2024-08-23T12:20:50","modified_gmt":"2024-08-23T10:20:50","slug":"neue-kooperation-uni-graz-erforscht-im-nationalpark-gesaeuse-klimawandel-und-biodiversitaet","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/nationalpark-gesaeuse.at\/en\/service\/news\/neue-kooperation-uni-graz-erforscht-im-nationalpark-gesaeuse-klimawandel-und-biodiversitaet\/","title":{"rendered":"Neue Kooperation: Uni Graz erforscht im Nationalpark Ges\u00e4use Klimawandel und Biodiversit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<section id='lightpress__section--block_1f38c963e07e0bfcfbb304a6312f1494' class='lightpress__section lightpress__section--text lightpress__section--full_width lightpress__section--'>    <div><h2>Neue Kooperation: Uni Graz erforscht im Nationalpark Ges\u00e4use Klimawandel und Biodiversit\u00e4t<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t Graz und der Nationalpark Ges\u00e4use schlie\u00dfen eine Kooperation und schaffen ein einzigartiges Freilandlabor. Wetter, Wasserquellen, Wald und Insekten liefern wichtige Daten. Forscher:innen werten diese aus und gewinnen so wertvolle Erkenntnisse f\u00fcr die Zukunft unter neuen klimatischen Bedingungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Nationalpark Ges\u00e4use umfasst etwas weniger als die Fl\u00e4che der Stadt Graz, geh\u00f6rt aber zu den artenreichsten Regionen \u00d6sterreichs. Wildes Wasser und steiler Fels formen eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Gebirgsregion. Das Ges\u00e4use ist auch ein Hotspot f\u00fcr Endemiten. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten kommen ausschlie\u00dflich hier vor. Wissenschaftler:innen vom Nationalpark Ges\u00e4use und der Universit\u00e4t Graz beobachten hier Klima, Tier- und Pflanzenwelt. All das flie\u00dft nun in eine enge Kooperation zwischen der Universit\u00e4t Graz und dem einzigartigen Schutzgebiet, um die Ver\u00e4nderung des Lebensraums noch genauer zu erforschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eIm Nationalpark Ges\u00e4use arbeiten ganzj\u00e4hrig vier Mitarbeiter:innen an der wissenschaftlichen Langzeitbeobachtung (Monitoring). Sie k\u00fcmmern sich nicht nur um gesch\u00fctzte Tier- und Pflanzenarten, sondern k\u00f6nnen ebenso den reibungslosen Betrieb von Messeinrichtungen sicherstellen. Die Forschungsergebnisse werden gemeinsam mit den wertvollen Rohdaten von der Nationalparkverwaltung gespeichert und stehen damit auch k\u00fcnftigen Generationen von Forscher:innen in hoher Qualit\u00e4t zur Verf\u00fcgung\u201c, zeigt sich Alexander Maringer, Leiter f\u00fcr Naturschutz und Forschung im Nationalpark, von der Kooperation \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Herbert W\u00f6lger, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Nationalpark Ges\u00e4use, ist die Zusammenarbeit besonders wertvoll: \u201eDer Nationalpark Ges\u00e4use ist Prozessschutzgebiet, also Wildnis. Die nat\u00fcrlichen Abl\u00e4ufe k\u00f6nnen m\u00f6glichst ungest\u00f6rt ablaufen. Es gibt keine Waldwirtschaft und keinen Schotterabbau.\u201c Diese Situation biete beste Rahmenbedingungen f\u00fcr \u00f6kologische Langzeitforschung. Damit das gelingen kann, brauche es die Expertise der Wissenschaftler:innen der Uni Graz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDiese Zusammenarbeit sei ein hervorragendes Beispiel f\u00fcr die Verbindung zwischen Wissenschaft, Natur und Gesellschaft\u201c, sagt Rektor Peter Riedler beim Besuch der Forschungsstationen. \u201eDirekt vor Ort erforschen die Forscher:innen den Einfluss des Klimawandels auf die Region und ganz \u00d6sterreich.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weil der 2002 eingerichtete Nationalpark vergleichsweise jung ist, lassen sich Entwicklungen \u201ezur\u00fcck zur Natur\u201c dort ausgezeichnet verfolgen. Daran ist auch Manuela Hirschmugl vom Institut f\u00fcr Geographie und Raumforschung interessiert: \u201eDie extreme Topografie wirkt sich auf das gesamte \u00d6kosystem aus. Steinschlag, Hangrutschungen oder Lawinen sind Teil eines nat\u00fcrlichen Zyklus, der Neues schafft.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hirschmugl f\u00fchrt langfristige Messungen von Temperatur oder Niederschlag bis zum Waldbestand akribisch zusammen. Diesen Datenschatz will die Forscherin in einem aktuellen Projekt heben und im Rahmen des EU-Forschungsnetzwerkes eLTER global und frei zug\u00e4nglich zur Verf\u00fcgung stellen. Hirschmugl arbeitet auch an Kennzahlen, die f\u00fcr die Zukunft der alpinen W\u00e4lder entscheidend sind. \u201eWelche Parameter muss ein Wald aufweisen, um als nat\u00fcrlich zu gelten und wie k\u00f6nnen wir das kosteneffizient \u00fcberwachen?\u201c, will die Wissenschaftlerin beantworten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den Alpen entspringt die H\u00e4lfte des \u00f6sterreichischen Trinkwassers. \u201eKarstquellen wie die Etzbachquelle bilden das zentrale Reservoir unserer Versorgung\u201c, erkl\u00e4ren Gerfried Winkler und Thomas Wagner vom Institut f\u00fcr Erdwissenschaften der Uni Graz. \u201eWir m\u00fcssen daher abkl\u00e4ren, ob und wie sie sich ver\u00e4ndern.\u201c Unter anderem misst das Team laufend die Wassertemperatur und die elektrische Leitf\u00e4higkeit sowie die Menge an Wasser pro Sekunde. \u201eFr\u00fcher gab es einen kompakten Aufbau der Schneeschichten sowie einen regelm\u00e4\u00dfigen Ablauf von Schneefall und Schmelze. Diese Dynamik hat sich in j\u00fcngster Zeit auff\u00e4llig ver\u00e4ndert\u201c, sagt Winkler.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Begleitet wird die Forschung von Winkler durch die Daten des WegenerNet Ges\u00e4use. An 17 Klimastationen in der Region Ges\u00e4use-Johnsbachtal misst das Wegener Center der Universit\u00e4t Graz alle zehn Minuten Daten zu Temperatur, Luftfeuchte, Niederschlag, Schnee, Wind, Strahlung und Luftdruck. An zwei weiteren Stationen werden au\u00dferdem Pegel und Wasserzustand des Johnsbaches aufgezeichnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Besondere: Dieses Forschungsprojekt soll zumindest bis in das Jahr 2100 fortgef\u00fchrte werden. \u201eEine Herausforderung ist die oft exponierte Lage der Stationen, die auf Seeh\u00f6hen zwischen 600 und 2200 Metern jedem Wind und Wetter ausgesetzt sind\u201c, schildert J\u00fcrgen Fuchsberger, Informationstechniker am Wegener Center der Uni Graz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Forscher:innen der Uni Graz ziehen aus den Daten der Stationen R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Ver\u00e4nderung des alpinen Klimas. Fuchsberger: \u201eDas WegenerNet misst seit 2007 und tr\u00e4gt mit seiner einzigartigen Stationsdichte wesentlich zur Verbesserung von Wetter- und Klimamodellen bei. F\u00fcr aussagekr\u00e4ftige Trendberechnungen braucht es aber Messreihen von mindestens 20 bis 30 Jahren.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Grazer Biodiversit\u00e4tsforscher Christian Sturmbauer testet seit Anfang des Jahres ein effizientes Monitoring-Verfahren von Insekten auf einer Almfl\u00e4che im Nationalpark Ges\u00e4use. Mit seinem Team sucht er genetische Spuren von Insekten, die sie beim Kontakt auf Wiesenpflanzen hinterlassen. Dazu werden die Gr\u00e4ser und Bl\u00fcten in sterilem Wasser abgestreift, die darauf vorhandene \u201eUmwelt-DNA\u201c der Besucher l\u00f6st sich darin auf und kann untersucht werden. \u201eAuf diese Weise k\u00f6nnen hunderte Arten gleichzeitig bestimmt werden, ohne sie dem Lebensraum zu entnehmen\u201c, sagt Sturmbauer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eAll diese Erkenntnisse helfen dabei, unterschiedliche Ph\u00e4nomene \u2013 von Landschaft \u00fcber Tier- und Pflanzenwelt bis zum Klima \u2013 sowie unsere Umwelt noch besser zu verstehen und in Zukunft lebenswert zu gestalten\u201c, freut sich Joachim Reidl, Vizerektor f\u00fcr Forschung an der Universit\u00e4t Graz, \u00fcber die Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>\u00a0<\/u><\/p>\n<p><u>Photos:<\/u><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bilderpool.uni-graz.at\/s\/3RAPeHG9ckZdXMg\">https:\/\/bilderpool.uni-graz.at\/s\/3RAPeHG9ckZdXMg<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bilderpool.uni-graz.at\/s\/6iGrqp2kfN3iwGW\">https:\/\/bilderpool.uni-graz.at\/s\/6iGrqp2kfN3iwGW<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Enquiry notice:<\/u><\/p>\n<p>Alexander Maringer, Forschungsleiter Nationalpark Ges\u00e4use,<br \/>\n<a href=\"mailto:a.maringer@nationalpark-gesaeuse.at\">a.maringer@nationalpark-gesaeuse.at<\/a> oder Tel.: 0664-82 52\u00a0314<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Photos: <\/u><\/p>\n<p>Rechtehinweis: Verwendung ausschlie\u00dflich f\u00fcr Berichte im Zusammenhang mit dieser Presseinformation und unter Anf\u00fchrung der Bildrechte. Jede weitere Nutzung des Bildmaterials bedarf der Zustimmung der Nationalpark Ges\u00e4use GmbH und\/oder Universit\u00e4t Graz.<\/p>\n<\/div>\n\n    <\/section>\n\n<section id='lightpress__section--block_66779c1b4068bc22adfb2a8276a2eb2c' class='lightpress__section lightpress__section--downloads-accordion lightpress__section--full_width lightpress__section--'><div class=\"downloads-accordion\">\n    <div class=\"handorgel\">\n                    <h3 class=\"handorgel__header\" data-open>\n                <button class=\"handorgel__header__button uppercase\">Downloads to the article<\/button>\n            <\/h3>\n            <div class=\"handorgel__content\">\n                <div class=\"handorgel__content__inner\">\n                    <div class=\"downloads-accordion__files\">\n                                                    <style style=\"display: 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